{"id":611,"date":"2016-10-08T11:45:59","date_gmt":"2016-10-08T09:45:59","guid":{"rendered":"http:\/\/rote-funken-neunkirchen.de\/?page_id=611"},"modified":"2017-01-04T18:18:48","modified_gmt":"2017-01-04T17:18:48","slug":"die-zweiten-2x11-jahre-1974-1995","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/rote-funken-neunkirchen.de\/?page_id=611","title":{"rendered":"Die zweiten 2&#215;11 Jahre (1974-1995)"},"content":{"rendered":"<p>[flagallery gid=4]<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Kehren wir also ins Jahr 1974 zur\u00fcck. Die Roten Funken hatten sich als fester Bestandteil in der Neunkircher Fassenacht etabliert, sie waren Mitbegr\u00fcnder des NKA und konnten auch dort personelle und programmliche Akzente setzen. Das 2&#215;11 j\u00e4hrige Jubil\u00e4um war vergangen und im Verein kam es zu einem ersten gr\u00f6\u00dferen Umbruch. Einige der verdienten Gr\u00fcndungsmitglieder und engagierten Funken zogen sich in den Hintergrund zur\u00fcck oder beendeten ihre karnevalistische Karriere. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Richard Martin \u00fcbernahm von Dr. Hans Manderscheid den Vorsitz des Vereins. Nachfolger von Josef Jochem im Amt des Elferratspr\u00e4sidenten wurde Karl-Josef Meiser. Mehr als 25 Jahre sollte er wie kein anderer den Verein dominieren und pr\u00e4gen, nicht nur als Elferratspr\u00e4sident sondern auch als Leiter der B\u00fcttenredner. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1973 hatte sich eine neue Gesangsgruppe bei den Roten Funken gegr\u00fcndet, die Thekensteher. Gr\u00fcndungsmitglieder waren neben Karl-Josef Meiser, Peter Hemmer, G\u00fcnter Bogler und Horst Scherschel. Im Jahre 1974 dann der gefeierte erste Auftritt, dem noch mehr als 100 weitere folgen sollten. Mit einem Gesangsrepertoire von mehr als 250 Liedern, die jedes Jahr auf die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse zugeschnitten wurden, war diese Gesangsgruppe 25 Jahre lang eines der pr\u00e4genden Elemente in den Sitzungen der Roten Funken.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Gro\u00df geschrieben wurde im Verein auch die Nachwuchsarbeit. So bestand die Kindergarde 1977 aus 51 Kindern. Auch der Fanfarenzug wuchs weiter und entwickelte sich unter der Leitung von Rudolf Eiden pr\u00e4chtig. Er war, wie schon zu Beginn der Gr\u00fcnderjahre, ein Aush\u00e4ngeschild des Vereins und weit \u00fcber die Grenzen des Saarlandes bekannt.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ein weiteres Aush\u00e4ngeschild der Roten Funken waren die B\u00fcttenredner: Friedhelm Bl\u00fcgel, Georg Wei\u00df, Ernst Clos, Franz Wilhelm Knichel, Wilhelm Leibrock, Klaus Nonnenmacher, Franz Josef Urschel, und Peter Meiser waren B\u00fcttenasse, die zum Ruf Neunkirchens als B\u00fcttenstadt ma\u00dfgeblich beigetragen haben. In unvergessenen Rollen wie \u201eFlade und Flappes\u201c oder \u201eWendalinus Weihrauch\u201c, mit enormen Aufwand und geschliffenen Reden setzten sie sich f\u00fcr alle Zeiten ein Denkmal. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Kappensitzungen der Roten Funken entwickelten sich zu absoluten H\u00f6hepunkten der Neunkircher Faasenacht, die Sitzungen bebten vom Lachen, Singen und Schunkeln der Zuschauer. J\u00fcrgen Wagner hatte ab 1979 von seinen Vorg\u00e4ngern Manfred Schneider und Hans Bogler das Amt des B\u00fchnenbildners \u00fcbernommen. Er stand ihnen in nichts nach und sorgte beim Publikum f\u00fcr and\u00e4chtiges Staunen, wenn der Vorhang ge\u00f6ffnet wurde. Die Kulisse der Roten Funken hatte in diesen Zeiten die Qualit\u00e4t eines Theaterb\u00fchnenbildes und die Mottos der damaligen Zeit, die in den Orient, zu den Indianern, nach Venedig oder Mexico f\u00fchrten, waren wie geschaffen f\u00fcr herausragende Werke. Die artistischen Schaut\u00e4nze der Garden gingen mit dem k\u00fcnstlerischen B\u00fchnenbild eine Symbiose ein und brachten es so zum Leben, was beim Publikum regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcr Begeisterungsst\u00fcrme sorgte. Verantwortlich daf\u00fcr waren die Trainerinnen Monika Gimmler, Anni Leiser, Heidi Eiden, Antonia Meiser, Gabi Sieren, Monika Knichel, Karin Kempf, Gabi Behr und Christine Schneider.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1980 hatte Richard Martin den Vorsitz des Vereins in die H\u00e4nde von Holger Westermann gegeben, der die Roten Funken 1983 in ein eigenes Vereinsheim im Langenstrich und 1984 in das 3&#215;11 j\u00e4hrige Jubil\u00e4um f\u00fchrte. Man konnte zu diesem Zeitpunkt ein positives Fazit ziehen. Hatte sich der Verein doch im Wettbewerb mit den anderen Karnevalsgesellschaften der Stadt einen hervorragenden Platz erobert. Insgesamt bot man zu dieser Zeit 11 Veranstaltungen an, darunter drei Kappensitzungen. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">1986 zog man mit den Sitzungen in das neu gebaute B\u00fcrgerhaus um. Das Kolpinghaus, lange Jahre n\u00e4rrische Heimat der Roten Funken, war Geschichte. Doch auch in der neuen Umgebung gelang es den Funken sich an die Gegebenheiten der Zeit anzupassen. Karl-Josef Meiser sprach zu Recht davon, dass man die Zeichen der Ver\u00e4nderung erkennen m\u00fcsse: Die Faasenacht verschob sich von einem Gesellschaftsereignis zu einem geselligen Ereignis. Damit war die Kost\u00fcmkappensitzung geboren, gewisserma\u00dfen der bunte Gegenpol zu den Prunk- und Galasitzungen der vergangenen Jahre. Die Kost\u00fcmsitzung ist die einzige Form, die bei den Funken die Jahre bis heute \u00fcberdauert hat. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Ab 1986 bis 1988 leitet Heinz Gillenberg den Verein als Vorsitzender und \u00fcbergab das Zepter dann an Franz Werner Ludwig, der bis 1993 den Vorsitz f\u00fchrte. Es waren st\u00fcrmische Zeiten, sowohl aufgrund \u00e4u\u00dferer wie innere Einfl\u00fcsse. 1990\/91 entfielen aufgrund des Golfkrieges zahlreiche Sitzungen in der Neinkerjer Faasenacht und auch der Rosenmontagszug fand nicht statt. Der Veranstaltungskalender der Roten Funken war indes merklich geschrumpft: Alte Gruppierungen wie die Funkengardisten waren schon l\u00e4nger verloren gegangen, das Publikum und seine Anspr\u00fcche hatte sich, auch bedingt durch das Fernsehen, ver\u00e4ndert. 1993 hie\u00df das Motto dann \u201e&#8230;das ist die Berliner Luft\u201c. Doch bei den Roten Funken herrschte keine Berliner, sondern dicke Luft. Auch das geh\u00f6rt zu der Geschichte eines Vereins dazu und soll an dieser Stelle nicht verschwiegen werden. Aufgrund von Turbulenzen und Streitigkeiten ging der Stolz der Roten Funken, der Fanfarenzug, verloren und Franz Werner Ludwig legte sein Amt als Vorsitzender des Vereins nieder.<\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Peter Wirges \u00fcbernahm mit einem gr\u00f6\u00dftenteils neubesetzten Vorstand. So konnte man im Jahre 1995 unter Aufbietung neuer, aber auch alter Kr\u00e4fte 4&#215;11 Jahre Rote Funken feiern und sich, wie es in der Saarbr\u00fccker Zeitung vom 22. Februar 1995 hie\u00df, \u201eunbeschwerter Heiterkeit\u201c hingeben. <\/span><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">In den nun kommenden Jahren sollten die Roten Funken noch einmal an alte Glanzzeiten ankn\u00fcpfen, bevor der Jahrtausendwechsel zu einer erneuten, ernsten Krise des Vereins f\u00fchren sollte. Doch dazu in k\u00fcrze mehr.<\/span><\/span><\/p>\n<blockquote><p><span style=\"font-family: Arial, serif;\"><span style=\"font-size: large;\">Archivar Alexander M\u00fcller-Benz<\/span><\/span><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[flagallery gid=4] &nbsp; Kehren wir also ins Jahr 1974 zur\u00fcck. Die Roten Funken hatten sich als fester Bestandteil in der Neunkircher Fassenacht etabliert, sie waren Mitbegr\u00fcnder des NKA und konnten auch dort personelle und programmliche Akzente setzen. Das 2&#215;11 j\u00e4hrige Jubil\u00e4um war vergangen und im Verein kam es zu einem ersten gr\u00f6\u00dferen Umbruch. 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